Lotte, adoptiert aus Serbien im Januar 2013

Mein Bruder hilft einem Verein als Pflegestelle und für Fahrketten. Er berichtete mir von einer Hündin, die halbverhungert auf der Straße in Serbien gefunden worden sei.

Da meine Hündin starb und ich wieder einen zweiten Hund aufnehmen wollte, habe ich Lotte adoptiert. Mein Bruder regelte alles und ich sollte die "Kleine" dann bei Hildesheim abholen.

Naja, ein Sprinter, voll mit Boxen und Hunden stand auf einem kleinen Gehöft, wo andere Adoptanten ihre Hunde abholten. Es war halt ein rechtes Gewusel da. Ich bekam Hund und Impfpass in die Hand gedrückt und noch viel Glück mit auf den Weg. Sie stank erbärmlich, was bei den "Ostblockhunden" normal sei. Sie war unterernährt und deswegen auch nicht kastriert worden.

Als ich nach zwei Tagen zur Tierärztin fahren wollte, wurde Lotte läufig. Und mit einer läufigen Hündin zum Tierarzt... lieber nicht. Lotte machte einen stabilen Eindruck, fraß sich gut was an. Sie machte halt die erste Zeit ins Haus, was ich darauf schob, dass sie ein Strassenhund war. Nach der Hitze kam aber weißliche Flüssigkeit aus ihrer Scheide, da wußte ich Gebärmutterentzündung. Also ab zum Doc. Heraus kam, dass Lotte neben einer offenen Gebärmutterentzündung bzw. -vereiterung auch noch einen Tumor hat. Also paar Tage Antibiotika gegen die Entzündung und dann ab unters Messer.

Es stellte sich heraus, dass Lotte einen über 1 kg großen Eierstocktumor hatte. Chancen stünden sehr schlecht, aber ich vertraute auf das Gute und die Tierärztin. Es gelang ihr, Lotte soweit wieder fit zu bekommen. Lotte hat allerdings noch einen inoperablen Tumor an der Bauchaorta und es wurde ihr noch so 1 Jahr gegeben. Nun ist Sie über 2 Jahre nach der OP immer noch soweit fit. Nur toben und lange Spaziergänge sind eben nicht drin. Dass ich stinkesauer war, dass man mir sozusagen ein sehr krankes Tier "angedreht" hatte, war ja klar. Meine Tierärztin meinte, dass hätte der Tierarzt vor Ort aber durch einen normalen Tastbefund sehen müssen, dass da was ist. Nun, dieses "Überraschungsei" hat mich über 1000 Euro gekostet.

Es kam nie irgend Mal ein Bedauern seitens dieses Vereines . Der Verein steht jetzt mal auf den ersten Blick gesehen, nicht unseriös da. Vielleicht doch halt nur ein "doofer Zufall" oder ist dieser Verein auch einer derjenigen, die massenhaft Hunde nach D importieren?